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Quartierzentrum Andreashaus

Riehener Zeitung, Nr. 37, 2026

Bald beginnt für die Kleiderbörse im Andreashaus die Herbstsaison. Anziehsachen für Frauen und Kinder, Accessoires und Schuhe können am 24. September vorbeigebracht werden. Nathalie Reichel

Die Kleiderbörse im Andreashaus hat eine lange Geschichte. «Es gibt sie sicher schon seit 30 Jahren», sagt Beatrice Brenneisen – so lange ist sie selbst schon dabei. Im Schrank steht griffbereit das alte Kassenbuch. «Es sind sogar mindestens 34 Jahre», korrigiert sie, als sie die erste Seite aufschlägt. Der erste Eintrag stamme aus dem Jahr 1992. Doch die Börse habe es eigentlich auch schon früher gegeben.

Seither ist die Kleiderbörse ein beliebter Ort für all jene, die sich für Secondhandkleider interessieren. Das Ganze lief zu Anfangszeiten im kleineren Rahmen ab, am besten verkauften sich damals Kinderkleider. «Früher kauften die Erwachsenen eher selten Secondhandkleider für sich, das Quartier war klein, man kannte sich und wollte nicht unbedingt den ehemaligen Besitzer seines neuen Kleidungsstücks antreffen», erklärt Brenneisen, die die Hauptverantwortung für die Kleiderbörse hat.

Kundin aus Paris

Heute sei das etwas anders – Erwachsenenkleider verkauften sich gut, vor allem solche für Frauen. Am beliebtesten seien dieses Jahr Hosen und Badesachen. Grundsätzlich sei es aber ganz unterschiedlich, was gerade am besten laufe. Blusen verkauften sich zum Beispiel tendenziell nicht mehr so gut wie früher. «Vielleicht, weil man sie bügeln muss», schmunzelt Brenneisen. Die Kundschaft komme vor allem aus dem Niederholzquartier, vereinzelt auch aus Basel. «Unsere entfernteste Kundin ist eine aus Paris, die hier einmal bei Bekannten zu Besuch war. Darauf sind wir ganz stolz.»

In der Zeit nach den Sommerferien sei – vielleicht auch wegen des Ausverkaufs in der Stadt – meist nicht so viel los, erklärt die Hauptverantwortliche. Doch nun kommen langsam aber sicher die kühleren Herbsttage, und das bedeutet, dass es in der Kleiderbörse bald neue Kleider geben wird. «Immer am letzten Donnerstag vor den Herbstausmachen», findet Brenneisen. So ist es auch kein Zufall, dass die Börse immer donnerstags stattfindet: Am Morgen ist im Andreashaus das Café geöffnet, am Abend steht das beliebte Abendessen mit Abendimpuls auf dem Programm.

Zurzeit engagieren sich nebst Beatrice Brenneisen noch zwei weitere Frauen in der Kleiderbörse: Katja Bachmann und Takako Nagamine. Letztere ist am Gespräch mit der RZ ebenfalls dabei und schwärmt von der «lockeren und freundlichen Atmosphäre», die sie motiviere. Gleichzeitig sei der Austausch mit der Kundschaft für sie eine gute Gelegenheit, um Ba- seldeutsch zu lernen. Die gebürtige Japanerin wohnt seit über 40 Jahren in der Schweiz und besucht einige Mo- nate im Jahr ihre Heimat. Wenn sie hier ist, engagiert sie sich in der Kleiderbörse.

Regelmässigkeit ist wichtig

Die Frauen sind froh um weitere Freiwillige, die regelmässig Zeit ha- ben, um mitzuhelfen. «Leider reicht es nicht, wenn man nur sehr sporadisch verfügbar ist», erklärt Brennei- sen. Auch sie selbst musste vor Jahrzehnten eine entsprechende Anfrage ablehnen, weil ihre Kinder noch in der Schule gewesen seien. «Wenn ich etwas mache, dann komplett», erklärt sie. Als die Kinder dann älter wurden, fing sie bei der Kleiderbörse an – und ist bis heute mit Herzblut dabei. «Ich trage selbst Secondhandkleider, ich liebe es, das Material und den Stoff in den Händen zu halten.» Zudem sei sie mit diesem Gedanken aufgewachsen: «Wir bekamen früher auch oft Kleider von Bekannten.» Dass ihr die Kleiderbörse im Andre- ashaus am Herzen liegt, spiegelt sich sogar in ihrer Ferienplanung: An einem Donnerstag zu verreisen, ist für sie ein No-Go.

Übrigens werde ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf seit Jahren einem Projekt in Peru gespendet, er- wähnt Beatrice Brenneisen zum Abschluss und macht sich dann zusammen mit ihrer Kollegin Takako Nagamine langsam ans Aufräumen. Ein Blick in den liebevoll eingerichteten Raum, der im Untergeschoss des Andreashauses jeden Donnerstag aufs Neue auf- und wieder abgebaut wird, lohnt sich auf jeden Fall. Sogar eine grosse Umkleidekabine gibt es – wie in gewöhnlichen Kleiderläden. Nur dass hier das Shoppingerlebnis persönlicher, nachhaltiger und erst noch mit einem guten Zweck verbunden ist.

ferien machen wir den Wechsel», so Brenneisen. Am 24. September können Interessierte also wieder Kleider vorbeibringen. Willkommen sind Frauen- und Kinderkleider, Accessoires und Schuhe. Auch in den ersten drei Donnerstagen nach den Herbstferien – während der Ferienzeit bleibt die Börse geschlossen – wird noch Ware angenommen.
Die Kleiderbörse ist aber viel mehr als ein Verkaufsort. Sie ist auch ein Treffpunkt. «Viele kommen auch nur, um zu reden. Und überhaupt sind es die Begegnungen mit den verschiedenen Menschen, die die Kleiderbörse ausmachen», findet Brenneisen. So ist es auch kein Zufall, dass die Börse immer donnerstags stattfindet: Am Morgen ist im Andreashaus das Café geöffnet, am Abend steht das beliebte Abendessen mit Abendimpuls auf dem Programm.

Zurzeit engagieren sich nebst Bea- trice Brenneisen noch zwei weitere Frauen in der Kleiderbörse: Katja Bachmann und Takako Nagamine. Letztere ist am Gespräch mit der RZ ebenfalls dabei und schwärmt von der «lockeren und freundlichen Atmo- sphäre», die sie motiviere. Gleichzeitig sei der Austausch mit der Kundschaft für sie eine gute Gelegenheit, um Ba- seldeutsch zu lernen. Die gebürtige Japanerin wohnt seit über 40 Jahren in der Schweiz und besucht einige Mo- nate im Jahr ihre Heimat. Wenn sie hier ist, engagiert sie sich in der Klei- derbörse.

Regelmässigkeit ist wichtig

Die Frauen sind froh um weitere Freiwillige, die regelmässig Zeit h ben, um mitzuhelfen. «Leider reicht es nicht, wenn man nur sehr sporadisch verfügbar ist», erklärt Brennei- sen. Auch sie selbst musste vor Jahr- zehnten eine entsprechende Anfrage ablehnen, weil ihre Kinder noch in der Schule gewesen seien. «Wenn ich etwas mache, dann komplett», er- klärt sie. Als die Kinder dann älter wurden, fing sie bei der Kleiderbörse an – und ist bis heute mit Herzblut dabei. «Ich trage selbst Secondhandkleider, ich liebe es, das Material und den Stoff in den Händen zu halten.» Zudem sei sie mit diesem Gedanken aufgewachsen: «Wir bekamen früher auch oft Kleider von Bekannten.» Dass ihr die Kleiderbörse im Andreashaus am Herzen liegt, spiegelt sich sogar in ihrer Ferienplanung: An einem Donnerstag zu verreisen, ist für sie ein No-Go.

Übrigens werde ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf seit Jahren einem Projekt in Peru gespendet, er- wähnt Beatrice Brenneisen zum Abschluss und macht sich dann zusammen mit ihrer Kollegin Takako Nagamine langsam ans Aufräumen. Ein Blick in den liebevoll eingerichteten Raum, der im Untergeschoss des Andreashauses jeden Donnerstag aufs Neue auf- und wieder abgebaut wird, lohnt sich auf jeden Fall. Sogar eine grosse Umkleidekabine gibt es – wie in gewöhnlichen Kleiderläden. Nur dass hier das Shoppingerlebnis persönlicher, nachhaltiger und erst noch mit einem guten Zweck verbunden ist.

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